Unsere Interrailtour 2006:

 

Nachfolgend gibt es einen Reisebericht zu unserer Tour 2006:

 

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Abb. 1: Unsere Europatour veranschaulicht

 

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Abb. 2: Unser Ticket in 3 Wochen Freiheit

 

18.08.2006: München

19:30 Fabi und Dani treffen sich am Minimal am sich mit reichlich alkoholischen Getränken für die Fahrt auszurüsten. Mit einem Kasten Augustiner Helles bewaffnet und nun zu Faul zur S-Bahnstation zu gehen stimmen beide dem Vorschlag zu, mit dem Bus zur S-Bahnstation Daglfing zu fahren. Wenig später standen die beiden Interrailer nun an der Bushaltestelle, die Musik ordentlich aufgedreht (Schwarz und weiß; Oliver Pocher). Rein in den Bus und zum ersten Mal die Erfahrung gemacht, dass so ein 17 Kilo Rucksack die körperliche Statik ordentlich durcheinander bringt. In Daglfing kurz gewartet und rein in die S-Bahn. Nach der Unterhaltung mit Danis alter Schulkamaradin und Danis Nachbarn war auch schon der Hauptbahnhof erreicht. Nur blöd, dass der Zug erst um 22:40 geht. Also, ein weiteres Bierchen auf und warten. Ein sehr seltsames Gespräch mit sehr seltsamen Fußballfans vertrieb uns die Zeit. Nun noch rein in den neuen Burgerking, pissen. Dann war er auch schon da, unser Zug nach Amsterdam. Nix wie rein und gleich mal bequem gemacht. Unsere Abteilkollegen waren drei siebzehnjährige Kiffer aus München und ein Weltreisender, der das alles ziemlich cool fand und uns über Couch-Surfing aufklärte.

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Abb. 3: Klar, nur bis Emmerich, ab der Grenze ist das Bahnfahren ja umsonst.

 

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Abb. 4: Unsere reservierten Liegeplätze bis Amsterdam

 

19.08.2006 - 20.08.2006: Amsterdam

Mit nicht allzu klarem Kopf aus dem Zug ausgestiegen und den Bahnhof verlassen. Aus irgendeinem Grund den halben Kasten Bier vergessen. Schnell eine Streifenkarte erworben und ab in die Trambahn Richtung Camping Zeeburg. Der Trambahnfahrer und die Haltestellenausruferin haben sich ein Battle geliefert, wer die meisten Sehenswürdigkeiten an den einzelnen Haltestellen kennt. Als Camping Zeeburg aus dem Lautsprecher schallte, sprangen wir aus der Trambahn und machten uns auf die letzten 10 Minuten Fußmarsch. Ab über die große Brücke, durch die Unterführung und schon waren wir da - Camping Zeeburg. Das erste Mal Zelt aufbauen erwies sich als Problematisch, auch da Fabi nicht so ganz ansprechbar war. Sonst war nicht viel los in Amsterdam, fast alle waren high auf dem Campingplatz, sowie unsere direkten Nachbarinnen, zwei ostdeutsche Mädels, die auch selten ansprechbar waren. Wir sind lieber beim Bier geblieben, da weiß man was man hat...

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Abb. 5: Amsterdam Hauptbahnhof

 

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Abb. 6: Rechnungen vom Camping Zeeburg in Amsterdam

 

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Abb. 7: Am Campingplatz Zeeburg in Amsterdam

 

20.08.2006 - 22.08.2006: La Rochelle

Am Bahnhof angekommen um 22 Uhr oder so, zu spät für nen Campingplatz, Hotel war uns auch zu teuer, also blieb nur noch Wildcampen als Alternative für diese Nacht übrig. Doch wo? Raus aus dem Bahnhof, links den Berg hoch. Oben angekommen links über die Brücke, danach wieder bergab, die zweite Straße links und nach 100m auf der rechten Seite ist ein kleines Waldstück, wenn man es so nennen kann. Schnell das Zelt aufgebaut, Essen auf dem Campingkocher gekocht, Sterne angeschaut und schlafen gegangen.

Am nächsten morgen von einem Franzosen freundlichst mit "Bonjour" begrüßt. Schnell alles wieder zusammen gepackt, ab zur Touristeninformation mitten in der Stadt, die haben gesagt, es gibt nur gute Campingplätze auf der Ile de Ré. Doch der Bus zur Ile de Ré fährt nur 2 mal am Tag. Toll! Also irgendwie mit unserem Schulfranzösisch nach einem anderen Campingplatz gefragt, ab in den Bus und nix wie hin zum Campingplatz. Auf dem Campingplatz haben wir dann ein englisches Pärchen (Hew & Jenny) kennengelernt, die gar kein Pärchen waren. Die halbe Nacht mit den beiden Bier und Wein genossen und über ein gemeinsames Europa philosophiert. Am Ende der Diskussion noch in einen Tümpel zum Baden gegangen, während uns Hew erklärte, dass er zuhause oft Skinny-Dipping mache, wenn er betrunken sei. Am nächsten Morgen wieder alles zusammengepackt und weiter zum Zug nach Arcachon.

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Abb. 8: Voll die Abzocke, am Automaten hätten wir uns 7,- € Buchungskosten gespart

 

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Abb. 9: Unser Ticket von Amsterdam nach Paris Nord

 

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Abb. 10: Unser Ticket von Tours nach La Rochelle (TGV)

 

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Abb. 11: Der Campingplatz in der Toxic-Risk-Area

 

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Abb. 12: Wildcampen in La Rochelle

 

22.08.2006 - 24.08.2006: Arcachon

In Arcachon angekommen raus aus dem Bahnhof und erneut festgestellt, dass die französischen Busfahrpläne nicht zu durchschauen sind. Naja, Anhalter ist eh billiger - mit einem französischen Surflehrer bis vor die Einfahrt des Campingplatzes La Panorama gefahren - umsonst. Für die, die es noch nicht wissen, es gibt bei Arcachon die Dyne de Pyla, Europas größte Sanddüne mit 110m. Und für die, die sie selbst einmal sehen möchten und auf dem Campingplatz logieren wollen, La Panorama ist der einzige Platz, der so halb auf der Düne liegt, bei all den anderen muss man im schlimmsten Falle 110m rauf und 110m runter um an den Strand zu gelangen. Am besten ist hier nur mit dem Zelt anzurücken, da die Plätze nur mit Zelt (ohne Auto, etc.) direkt am Hang vor dem Meer liegen. Hier hatten wir auch zum ersten Mal wissentlich Kontakt mit dem megageilen Zelt namens Quechua. Am Abend haben uns ein paar Franzosen gefragt, ob wir nicht mit ihnen ein Lagerfeuer in der Düne machen wollen. Da ist echt ein gigantisches Erlebnis, ein Feuer in einer riesigen Sanddüne zu machen. Auch der zweite Abend gestaltete sich ähnlich. Am 24.08 in der früh ging's dann mit einer Surferin zum Bahnhof und ab in Richtung Latour de Carol in den Pyrenäen.

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Abb. 13: Ausblick aus unserem Zelt

 

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Abb. 14: Rechnung aus dem Supermarkt auf dem Campingplatz

 

24.08.2006 - 25.08.2006: Latour de Carol

Eine komische Nacht in den Pyrenäen auf 1500m, eigentlich nicht mehr. Trotzdem erwähnenswert, da das wohl die kälteste und unbequemste Nacht von allen war. Wir verbrachten die Nacht in einem abgestellten Bahnwaggon auf dem Fußboden, es war eiskalt. Aufgestanden sind wir um 4:00 Uhr morgens, weil laut unserem Fahrplan der Zug bereits um 5:00 Uhr wieder losfahren sollte. Die restliche Nacht bis 8:00 Uhr auf dem Bahnhofsklo und in der Schalterhalle verbracht. Völlig durchgefroren in den Zug nach Barcelona, der mit 50 km/h ins Tal gondelte. Nächste planmäßige Station Lloret de Mar.

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Abb. 15: Auf 1500m zwischen Frankreich und Spanien

 

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Abb. 16: Ziemlich trist hier

 

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Abb. 17: Zugticket von Bordeaux nach Toulouse

 

25.08.2006 - 28.08.2006 Lloret de Mar

Am Freitag Mittag pünktlich zum Wochenende in Spaniens Partymetropole eingetroffen. Naja, besser gesagt erst mal in Barcelona. Dann weiter mit dem Zug nach Calella und per Anhalter am späten Nachmittag von einer netten holländischen Familie direkt vor'm Campingplatz abgesetzt worden. Was kann man hierzu sagen: Probiert es mal selber aus. Alles was man sagen kann ist Party, Party, Party!!!!! Da waren die Feuerquallen auch schon egal. Viel mehr Erinnerung blieb uns leider nicht von Lorett de Mar, ob eines der Bierchen doch schlecht war???

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Abb. 18: Ticket von Cerbere nach Nizza

 

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Abb. 19: Ticket von Nizza nach Genua

 

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Abb. 20: Foto aus dem Zug zwischen Barcelona und Calella

 

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Abb. 21: satte 90% Rabatt vom Eintrittspreis haben wir rausgehandelt

 

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Abb. 22: Die Rechnung für 2 Nächte Lloret de Mar

 

29.08.2006 - 31.08.2006 Rapallo

Was soll man sagen, für mich war Genua die hässlichste Stadt, die ich je von Italien gesehen habe. Wahrscheinlich haben wir nur die falsche Ecke der Stadt gesehen. Zum Glück sind wir spontan an der Küste entlang nach Rapallo weiter gefahren. Zu Rapallo muss man sagen, dass die ligurische Küste einer der schönsten Fleckchen Italiens ist, obwohl nur wenige Kilometer von Genua entfernt. Es gibt dort 2 Campingplätze, einer ist direkt an der Autobahn, der andere hat nen Pool, klar, welchen wir gewählt haben.

Einen schönen Tag am Pool und einen schönen Tag am Strand gehabt, da uns wohlwollenderweise 2 Freisinger mit sehr seltsamer Einstellung zum Leben (aber das ist eine andere Geschichte) mit zum Strand nahmen. Wie gesagt, dieses Fleckchen (besonders der Strand von Camogli) ist für Liebhaber von romantischen, nicht überlaufenen Urlaubsorten absolut empfehlenswert. Landschaftlich absolut der Höhepunkt des Eurotrips. Weiter ging's über Voghera durchs norditaienische Hinterland über Parma und Modena in Richtung Rimini.

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Abb. 23: Am Bahnhof von Rapallo

 

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Abb. 24: Irgendwo in Ligurien zwischen Genua und Rapallo

 

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Abb. 25: Rechnung vom Camping in Rapallo

 

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Abb. 26: Ticket auf dem ersten Stück Richtung Rimini

 

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Abb. 27: Ticket auf dem zweiten Stück Richtung Rimini

 

31.08.2006 - 03.09.2006 Rimini

Rimini - ja da waren wir doch schon mal. Genau, und wie letzten Male waren wir da nicht alleine, denn wir haben QW und Righter da getroffen - geplant natürlich. Eng geil - endlich wieder Carnaby - Eintritt war so bei 10 Euro, wenn ich mich richtig erinnere, Getränke relativ teuer. Zum Glück gab es ein Freigetränk, das mit einem Euro extra zu einem vom Kinderbierchen zum stattlichen halben Liter wurde. Abrocken, saufen, Party machen! Am Campingplatz "Camping Maximum" konnten wir die Nächte gemütlich durchpennen, nur selten von Autolärm belästigt. Das einzige Manko waren die wirklich dreisten Ratten, die absolut keine Angst vor dem Menschen hatten. Abschließend noch ein bisschen in der Sonne gebraten und weiter ging's in Richtung Venedig, von wo aus uns ein Nachtzug (liebevoll "Balkanexpress" genannt) nach Siofok am Plattensee bringen sollte. Wir freuten uns auf eine erholsame Nacht im Zug, ohne harten Zeltboden, doch schnell wurde uns bewusst, dass man hier ja das Wort "Schengenabkommen" noch nie gehört hatte. Über Trieste, Lublijana, Zagreb und mindestens 8 Pass- und Ticketkontrollen später erreichten wir völlig verpennt Ungarn.

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Abb. 28: Camping in Rimini

 

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Abb. 29: In Rimini hatten Fabi und Dani Waschtag ;-)

 

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Abb.30 : Rechnung vom Camping in Rimini (man beachte die 4 Euro Rabatt!!!)

 

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Abb. 31: Fahrkarte aus Rimini (Vorder- und Rückseite)

 

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Abb. 32: Ticket von Venedig nach Budapest

 

04.09.2006 - 05.09.2006 Siofok

Endlich mal wieder in der Disco Palace abrocken haben wir uns gedacht, doch die Saison endet hier leider am 20.08.2006. Einsam am Strand gelegen, einsam beim Essen gewesen. Schöner Tag Entspannung nach all den Strapazen in der Nacht davor. Siofok ist also wirklich nur zu empfehlen, wenn man vor dem 20.08. kommt, danach ist es schlimmer als in einem Altenheim. Am nächsten Morgen weiter Richtung Pilsen über Wien, Breclaf, Brno, vorbei am Atomkraftwerk und Prag und schon waren wir da - am nächsten Morgen. Schlafen durfte man laut dem Schaffner nicht im Zug, Originalton: "Nix schlafi machn --> Banditi, Banditi!!!"

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Abb. 33: Ungarisches "Spielgeld": 200 Forint (=weniger als ein Euro!)

 

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Abb. 34: Fairer Preis: Bier + Salat + Gulasch < 6 Euro

 

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Abb.35: In Siofok beim Bahnhof

 

06.09.2006 - 07.09.2006 Pilsen

Angekommen in der osteuropäischen Hauptstadt des Bieres. Hotel gesucht, das unerwartet teuer ist, im Hotel aber auch erfahren warum, lauter Deutsche, nicht wie man meinen könnte auf Sex-Reise, nein, ein neuer Führerschein musste her. Netten Abend verbracht, billiges und überraschenderweise sehr schwaches Bier (3,5% Alkohol) konsumiert, in ner Kneipe den Abend abgefeiert, in der das Bier nen Euro kostete.

Festgestellt, wie anders es hier doch ist im Gegensatz zu zu Hause. Mode bedeutet hier nichts, Hauptsache man hat was an, usw. Mit ordentlich Vorfreude auf unsere zwei Mädels am 07.09. in der Früh nach einem original tschechischen Frühstück in den Zug (mit kleinem Bus-Umweg) über Bayrisch Eisenstein, Plattling, Freising, München-Pasing und schließlich 3 Wochen später nach rund 7000 Zugkilometern wieder heimatlichen Boden unter den Füßen.

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Abb. 36: Pilsen - ohne Worte

 

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Abb.37: Der kurze Weg mit dem tschechischen Bus wegen defekter Gleise

 

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Abb. 38: In Deutschland hieß es wieder zahlen...

 

Die Reise im Überblick in unserem Fahrkartenheft:

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